Seiteninhalt
24.07.2020

Offener Bücherschrank eingeweiht

"Bücher sind wie Schokolade! Hast du einmal angefangen, kannst du nicht mehr aufhören“ - dieses Zitat schmückt den offenen Bücherschrank, der am 22. Juli .2020 auf dem Aufbauplatz in Stadtallendorf eingeweiht wurde. Dieser soll allen Bürgerinnen und Bürgern, wie auch Gästen der Stadt die Gelegenheit geben, Literatur kostenfrei  zu tauschen. Der Bücherschrank wurde mittels großzügiger Bücherspenden von Bürgerinnen und Bürgern sowie Patinnen und Paten bereits befüllt.  Auf alle Interessierten warten verschiedene Romane, interessante Krimis, mehrere Kinder- und Jugendbücher und vieles mehr.

„Trotz der schwierigen Haushaltslage aufgrund Corona soll im Bereich „Kultur“ nicht nur gespart werden“, so Bürgermeister Christian Somogyi,  „jeder soll die Möglichkeit besitzen, kostenfrei Bücher auszutauschen.“ Somit stellt sich die Stadt Stadtallendorf in die Reihe der wenigen Städte, die über solch ein Angebot verfügen. „Im Ostkreis sind wir sogar die erste Stadt, die einen offenen Bücherschrank anbietet. Dieser ist ein weiterer wichtiger Baustein für die Kultur, beziehungsweise Bildung in Stadtallendorf“, so Christoph Grimmel, stellvertretender Leiter des Fachbereichs 2.

Besonders erfreulich war für die Stadt, dass sich schnell ehrenamtliche Helfer fanden, welche bereit waren, die Patenschaft für den Bücherschrank zu übernehmen. Olga Gillung, eine sehr engagierte Bürgerin und Patin des Bücherschranks, meint: „Ich kann nicht einschlafen, bevor ich nicht lese!“.  Bürgermeister Somogyi bezeichnet sie als „Motor“, welcher die Gruppe der freiwilligen Helfer koordiniert. Als Aufgabe setzt sie sich das regelmäßige Überprüfen des Schranks, als auch der gesammelten Bücher. Diese sollten weder politische, rassistische oder sexuelle Inhalte haben und über einen gepflegten Zustand verfügen. Olga Gillung stellte in der Vergangenheit viele Anfragen, um an Bücherspenden zu gelangen. Doch die Corona-Pandemie machte nicht nur ihr, sondern auch dem Projekt Probleme. Nicht nur die Einholun, beziehungsweise die Lagerung der Literatur musste verschoben werden, sondern auch die Umsetzung des Projektes.

Stadtrat Prof. Dr. Thomas Noetzel, der gemeinsam mit seiner Frau Sylvia Noetzel ebenfalls Pate des Bücherschranks ist, ist der Meinung, dass „Kultur eine Produktivkraft für die Stadt Stadtallendorf darstellt. Durch den wichtigen Austausch der Literatur, wird Stadtallendorf zu einer Lesestadt. Sogar die Neugier der Kinder kann durch die Kinder- und Jugendbücher geweckt werden.“ Diese finden im Bücherschrank ebenfalls Platz. Er empfiehlt vielen Familien, sich dieses Angebot genauer anzusehen. Bürgermeister Somogyi dankte an dieser Stelle Professor Noetzel  für sein Engagement in den städtischen Gremien - in Bezug auf das Projekt offener Bücherschrank - sehr.

Um dem Vandalismus aus dem Weg zu gehen, wurde der Standort des Bücherschranks bewusst gewählt. Dieser befindet sich auf dem Aufbauplatz vor dem Polizeigebäude. „Die Stadtverwaltung erhofft sich daher keine Probleme, da die Polizei einen direkten Blick auf den Standort hat“, so Bürgermeister Somogyi.

Auch die Stadtallendorfer Unternehmerinnern, Unternehmer sowie Bürgerinnen und Bürger können das Projekt offener Bücherschrank unterstützen. Spenden für die Beschaffung von Bücher werden gerne entgegengenommen. Auch Bücher können gespendet werden. Von Seiten der Verwaltung ist  Marianne Bulach als Projektverantwortliche zuständig, teilt Christoph Grimmel von der Stadtverwaltung mit. Wer möchte, kann Bücher im Rathaus, Bahnhofstraße 2, Zimmer 1.35, abgeben. Das Rathaus ist von Montag bis Donnerstag, 8 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr, sowie freitags von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Weitere Informationen erteilt die Verwaltung unter der Telefonnummer 06482/707-253. Interessierte können sich auch per Email an marianne.bulach@stadtallendorf.de wenden. In naher Zukunft soll im Rathaus ein weiteres Bücherregal aufgestellt werden - es steht dann für die Nutzung während der Öffnungszeiten zur Verfügung.

Quelle: Stadt Stadtallendorf